Ja, ich gestehe: Von obigem Statement bin ich selbst nicht gerade überzeugt. Aber wenn es schon nicht die Sehnsucht nach kosmopolitischer Bedeutung ist, was ist es dann, das einen Kleinstadtstudenten in die gerade einmal 500.000 Einwohner beherbergende Hauptstadt Irlands treibt?
Zu den offensichtlichen Gründen wie Guinness und Whiskey sage ich nur ja und amen, aber es gibt durchaus ernsthafte Beweggründe. In meinem Fall war die englische Sprache hauptausschlaggebend für die Wahl meines Auslandsstudienortes. Ich sehe zwar keinen persönlichen Nachholbedarf auf diesem Gebiet, aber ich bin überzeugt, dass es sowohl in beruflicher als auch persönlicher Hinsicht vorteilhafter ist, eine Fremdsprache zu perfektionieren anstatt eine andere oberflächlich zu erlernen.
Doch die Frage bleibt: Warum nicht New York, San Francisco oder London? Alle drei hätte ich zweifelsohne Dublin vorgezogen, doch zwei pragmatische Gründe machten mir dabei den vielzitierten Strich durch die Rechnung. Einerseits bin ich in großem Maße von dem Angebot an Partneruniversitäten der FH Oberösterreich abhängig – und dieses Angebot ist mehr als dünn an diesen Destinationen.
Andererseits herrschen in Österreich, aus wie so oft unverständlichen Gründen, andere Studienzeiten als in weiten Teilen dieser Welt. In den USA fängt daher das neue Semester an, bevor bei uns das alte überhaupt vorbei ist. Wir sprechen hier nicht von einer Überschneidung von einigen Tagen, sondern von einem ganzen Monat.
Trotzdem betrachte ich Dublin nicht als letzte, unglückliche Wahl. Im Gegenteil: Irland ist aufstrebende Nation mit ungeheurem Wirtschaftswachstum – und unfassbar schöner Natur. Ein letzter Funke Zweifel bleibt allerdings: die irische Mentalität. Doch dazu bald mehr…






2 Kommentare
16. Dezember 2007 um 23:33
jaja… warum nicht New York, honey…
17. Dezember 2007 um 10:25
Well, hindsight is always 20/20, darling!