6. März 2008...19:13

Alltagsgschichten

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Gestern ließ ich mich “verschneiden” - ich wagte den Gang zu einem Irischen Frisör. Die Entscheidung war in Anbetracht der großen Anzahl von “Barber Shops” alles andere als einfach, aber meine Wahl fiel schlussendlich auf “Clippers Barber” im unweit entfernten Omni Shopping Centre.

Meine Anweisung, nur nicht zu viel wegzuschneiden wurde von der Frisöse zwar akzeptiert, aber dann doch gekonnt ignoriert. Ich vermute, dass aus “Clippers” noch niemand entkommen ist, ohne den Irischen Standardhaarschnitt verpasst bekommen zu haben.

Das eigentlich Highlight des Frisörbesuchs war aber der obligatorische Smalltalk, Die Kaugummi kauende Klischee-Frisöse fühlte sich bemüßigt, mit mir zu plaudern (ich wäre auch ohne Geplapper ausgekommen), musste aber bald einsehen, dass ich sie kaum verstand. Ihr Slang war sagenhaft und mit Abstand die größte Sprachhürde, der ich mich hier bisher konfrontiert sah. Ich fragte ständig nach, erweckte wohl den Eindruck taub zu sein und antwortete auf gut Glück. Ich weiß nicht, ob ich tatsächlich ein paar passende Antworten fabrizierte, oder sie mich für dämlich hielt und trotzdem weiterredete, aber es entstand doch eine kleine Konversation die schließlich in einem intellektuellen Meisterstück ihrerseits endete: “Do you guys have another language over there in…. ahhh… Austria?”

Für den Standardschnitt und die anspruchsvolle Konversation löhnte ich übrigens €13, was in im Vergleich mit dem restlichen Preisniveau als moderat durchgehen darf.

Mit frisch gestutzter Mähne konnte ich mich dann gestern Abend zum John Vanderslice Konzert im “Crawdaddy” wagen, das erwartungsgemäß großartig war. JV war sehr gut gelaunt, redete viel, spielte mehr als auf der Setlist stand, gab eine 4-Song Zugabe im Publikum und versprach in einem Jahr Dublin erneut zu beehren.

DSC00879.JPG

1 Kommentar

  • ja und wo ist jetzt bitte schön das foto von dir mit neuer aerodynamischer frsiur???

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